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und unternehmerisches Wachstum
 

Einschneidende Erlebnisse

1967 entwickelten Thomas Holmes und Richard Rahe eine Skala, die allen belastenden Lebensereignissen, wie sie die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens einmal erfahren, numerische Werte zuwies. Die Forscher baten zunächst ihre Probanden, auf der Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen zu schätzen, wieviel Stress verschiedene Lebensereignisse auslösen; ihr Bezugspunkt des Vergleichs war eine Heirat. Wenn die Eheschließung einen Stresswert beispielsweise von 50 hatte, wie bewerteten dann Probanden dann eine Auseinandersetzung mit dem Vorgesetzten? Eine Gefängnisstrafe? Fälligkeit einer Hypothek oder eines Kredites? Die folgende Tabelle enthält einschneidende Lebensereignisse, die jeweils mit einem Punktewert für den Stress versehen sind. Diese Punkteskala für Stressreize, im täglichen Leben wurde von Wissenschaftlern der University of Washington, Seattle zusammengestellt.

Gefahrenschwelle 200

  • 100 Tod des Ehepartners                       
  •   73 Scheidung
  •   65 Trennung vom Ehe- /Partner
  •   63 Gefängnisstrafe
  •   63 Tod eines Familienangehörigen
  •   53 Eigene Verletzung oder Krankheit
  •   50 Heirat
  •   47 Verlust des Arbeitsplatzes
  •   45 Eheliche Aussöhnung
  •   45 Pensionierung/Rente
  •   44 Krankheit in der Familie
  •   40 Schwangerschaft
  •   39 Sexuelle Schwierigkeiten
  •   39 Familienzuwachs
  •   39 Arbeitsplatzwechsel
  •   38 Erhebliche Einkommensveränderung
  •   37 Tod eines Freundes
  •   36 Berufswechsel
  •   35 Streit in der Ehe
  •   31 Aufnahme eines größeren Kredits
  •   30 Kündigung eines Darlehens
  •   29 Neuer Verantwortungsbereich im Beruf
  •   29 Ärger mit der angeheirateten Verwandschaft
  •   28 Großer persönlicher Erfolg
  •   26 Anfang oder Ende der Berufstätigkeit des Partners
  •   26 Schulbeginn oder -abschluss
  •   25 Änderung des Lebensstandards
  •   24 Änderung persönlicher Angewohnheiten
  •   23 Ärger mit dem Chef
  •   20 Änderungen von Arbeitszeit und -bedingungen
  •   20 Wohnortwechsel
  •   20 Schulwechsel
  •   19 Änderung der Freizeitgewohnheiten
  •   19 Änderung der kirclichen Gewohnheiten
  •   18 Änderung der gesellschaftlichen Gewohnheiten
  •   16 Änderung der Schlafgewohnheiten
  •   15 Änderung der Häufigkeit familiärer Kontakte
  •   15 Änderung der Essgewohnheiten
  •   13 Urlaub
  •   12 Weihnachten
  •   11 Geringfügige Gesetzesübertretungen

Natürlich ist dies für Sie lediglich eine Orientierung. Kommen mehrere Stress-Anlässe zusammen, wird der Mensch offenbar anfälliger für Krankheiten. Nach den Erfahrungen in Seattle waren in der Personengruppe zwischen 150 und 199 Stresspunkte 37%, bei 200 bis 299 Stresspunkte schon 51%, bei mehr als 300 Stresspunkten sogar 79% der Untersuchten krank. Zusätzlich hat sich in den letzen Jahren geteigt, dass gehäuft auftretende belastende Alltagssituationen für das Auftreten von Stressfolgeschäden noch bedeutsamer sind als die hier aufgeführten "einschneidende Erlebnisse". Daher werden heute persönliche Belastungssituatioen des einzelnen als sehr wichtig angesehen.

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